Bild: Echtzeitinstallation inspiriert von Fritz Langs „Metropolis“ | Quelle: ellingson.tv / bearbeitet durch Ulrich Buckenlei
Was aussieht wie ein Hologramm, ist in Wahrheit präzise Lichtführung und Echtzeitsteuerung. Die Installation von ellingson.tv reinterpretiert Fritz Langs „Metropolis“ mit elektronischem Sound und visueller Präzision – eine Kombination aus analoger Projektion und digitalem Systemdesign. Dabei entsteht ein Moment, in dem Licht selbst zum Träger von Raum und Emotion wird.
Optische Präzision – Wenn Licht zu Materie wird
Die schwebende Figur, die im Inneren einer transparenten Kuppel zu sehen ist, basiert auf einem klassischen Prinzip der Illusionskunst: dem Pepper’s-Ghost-Effekt. Ein unsichtbarer Projektor sendet das Bild auf eine geneigte Acrylfläche, die das Licht in die Kuppel spiegelt. Die Krümmung dieser Fläche bricht den Strahl, sodass das projizierte Bild schwebend, plastisch und körperhaft erscheint – ein digitales Phantom aus reinem Licht.
Anders als bei computerberechneten Hologrammen entsteht diese Wirkung vollständig analog, aber mit der Präzision digitaler Steuerung. Die gesamte Bewegung der Lichtfigur folgt Echtzeitdaten, die über MIDI-Signale an die Projektionssteuerung übergeben werden. So reagiert die Lichtillusion unmittelbar auf Musik, Frequenz und Dynamik.
- Lichtprojektion auf geneigten, transparenten Flächen erzeugt Raumtiefe
- Reflexion und Brechung bilden den Eindruck physischer Präsenz
- Optisches Engineering ersetzt teure holografische Technologie

Bild: Präzise Lichtbrechung im transparenten Dome erzeugt reale Tiefenwirkung | Visualisierung: Visoric GmbH 2025
Das Prinzip zeigt, dass optische Intelligenz und physikalische Klarheit oft stärker wirken als digitale Komplexität. Das sichtbare Ergebnis ist nicht nur eine Illusion, sondern eine Form räumlicher Erzählung, die physisch erlebbar bleibt.
Analoge Quellen Digitale Präzision
Im Vordergrund der Installation befinden sich drei klassische CRT-Monitore. Ihr flackerndes Licht wird Teil der Gesamtkomposition. Statt sterile Perfektion zu erzeugen, nutzt das System die Unschärfen, Nachleuchtpunkte und Farbschwankungen dieser analogen Technik, um Tiefe und Textur zu schaffen.
Der Raum wird so nicht durch künstliche Glätte, sondern durch Lebendigkeit definiert. Das Zusammenspiel von realer Lichtquelle und digitaler Steuerung erzeugt eine Atmosphäre, die emotional greifbar ist. Das Projekt demonstriert, dass Präzision und Unvollkommenheit keine Gegensätze sind – sie formen gemeinsam die Ästhetik des Realen.
- Analoge Lichtquellen erzeugen natürliche Textur und Tiefe
- Digitale Systeme steuern Rhythmus und Intensität
- Raumwirkung entsteht durch Imperfektion und Synchronität

Bild: Drei analoge Monitore liefern die Lichtbasis für die optische Illusion | Visualisierung: Visoric GmbH 2025
Hier zeigt sich, wie alte Medientechnik in modernen Echtzeitsystemen neue Aufgaben übernimmt. Der Raum reagiert auf Klang, Bewegung und Frequenz, während die physischen Geräte die digitale Projektion erden.
Echtzeitsteuerung und audiovisuelle Synchronität
Herzstück des Systems ist die Echtzeitsteuerung über ein Elektron Digitakt II, das über MIDI-Signale eine Videoplattform wie VDMX oder TouchDesigner steuert. Jeder Beat sendet ein Signal, das die visuelle Ausgabe verändert – Farbtemperatur, Form, Lichtintensität. So entsteht eine unmittelbare Verbindung zwischen Sound und Raum.
Diese Methode ist vollständig modular. Das Setup kann in Echtzeit angepasst, erweitert oder um Sensordaten ergänzt werden. Bewegungen von Personen, Temperatur oder Raumakustik können visuell sichtbar gemacht werden. Damit wird aus einer Kunstinstallation ein funktionsfähiges System für Events, Markenräume oder Industrieanwendungen.
- MIDI- und OSC-Protokolle verbinden Musik und Licht in Echtzeit
- Systeme reagieren auf akustische oder sensorische Daten
- Skalierbar von experimentellen Setups bis zu industriellen Umgebungen

Bild: Echtzeitverknüpfung von Klangdaten und visueller Projektion | Visualisierung: Visoric GmbH 2025
Das System verdeutlicht, wie Engineering und Kreativität zu einer gemeinsamen Sprache finden können. Wo sonst Technologie dominiert, entsteht hier eine natürliche Symbiose von Sound, Licht und Raumwahrnehmung.
Von der Kunst zur Anwendung
Die Prinzipien dieser Installation lassen sich direkt auf markenorientierte Räume, Ausstellungen und Architekturprojekte übertragen. Anstelle teurer holografischer LEDs können reale Lichtflächen, transparente Strukturen und kontrollierte Projektionen eingesetzt werden. Das Ergebnis bleibt ebenso beeindruckend – aber greifbarer, skalierbarer und nachhaltiger.
Ein Unternehmen kann so seine Technologie, Produktentwicklung oder Markenvision als lebendiges, dreidimensionales Lichtbild inszenieren. Bewegungen, Klänge oder Daten werden zu Teil eines choreografierten Systems, das sowohl rational als auch emotional wirkt.
- Erweiterbar auf Marken- und Architekturinszenierungen
- Kombination aus physischem Raum und Echtzeitdaten
- Emotionales Storytelling durch optische Reduktion

Bild: Holografisch anmutende Produktpräsentation mit realem Licht | Visualisierung: Visoric GmbH 2025
Solche Formate zeigen, dass immersive Kommunikation nicht zwingend digital übersteuert sein muss. Die Balance aus sichtbarer Mechanik und unsichtbarer Intelligenz erzeugt eine Wirkung, die ehrlich und modern zugleich ist.
Wissenschaftliche Visualisierung
Die erste Grafik zeigt den Zusammenhang zwischen Frequenz und visueller Verzögerung. Systeme mit direkter Echtzeitkopplung erzielen eine nahezu synchrone Wahrnehmung von Klang und Licht, was zu einer stärkeren sensorischen Kohärenz führt.

Diagram: Real-Time Visual Sync Efficiency (Frequency vs. Visual Delay) | Source: Visoric Research 2025
Die zweite Grafik untersucht die emotionale Wirkung analoger Lichtpräsenz im Vergleich zu vollständig digitalen CGI-Projektionen. Physisches Licht erzeugt messbar höhere Erinnerungswerte, weil Reflexion, Schatten und Tiefe real sind – ein Hinweis darauf, dass Materialität die Wahrnehmung verstärkt.

Diagram: Emotional Recall vs. Physical Light Presence | Source: Visoric Research 2025
Beide Diagramme unterstreichen, dass die Verbindung aus Echtzeitdaten, analogem Licht und räumlicher Wahrnehmung mehr als nur ein ästhetisches Experiment ist – sie definiert eine neue Form digitaler Architektur.
Video – Die Magie im Raum
Das Video zeigt, wie Licht, Klang und Raum zu einem zusammenhängenden Erlebnis verschmelzen. Jede Bewegung im Sound erzeugt eine Veränderung in der Projektion, jede Frequenz moduliert die Form der Lichtfigur. So entsteht ein audiovisueller Kreislauf, der sich ständig selbst erneuert – präzise, poetisch und physisch erfahrbar.
Einblick: Echtzeit-Visualisierung und optisches Engineering in Live-Performance | Quelle: ellingson.tv / Konzeptübertragung: Visoric GmbH 2025
Das Werk verdeutlicht, dass Technologie im besten Fall verschwindet, um Wirkung zu hinterlassen. Licht wird zum Medium, das Denken sichtbar macht – zwischen Kunst, Wissenschaft und Markenkommunikation.
Kontakt aufnehmen
Sie möchten Ihre Ideen in immersive Exponate oder interaktive Architektur verwandeln? Das Münchner Visoric-Team begleitet Sie von der Konzeption über das Echtzeit-Design bis hin zur Installation vor Ort.
- Beratung und kreative Systementwicklung
- Echtzeitsteuerung mit 3D, AR und AI
- Gestaltung und Betrieb immersiver Räume
Jetzt ist der richtige Moment, um Licht, Raum und Technologie neu zu denken. Das Visoric-Team freut sich auf Ihre Vision.
Kontaktpersonen:
Ulrich Buckenlei (Kreativdirektor)
Mobil: +49 152 53532871
E-Mail: ulrich.buckenlei@visoric.com
Nataliya Daniltseva (Projektleiterin)
Mobil: + 49 176 72805705
E-Mail: nataliya.daniltseva@visoric.com
Adresse:
VISORIC GmbH
Bayerstraße 13
D-80335 München
